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DER
LEUCHTTURM
Auf
dem höchstgelegenen Felsenplateau der Insel steht der
weissgekalkte,
16 Meter hohe Leuchtturm. Er hat das lichtstärkste Leuchtfeuer in
der gesamten Ostsee und seine Reichweite beträgt ganze 23.5
Entfernungsminuten,
was einer Strecke von mehr als 40 km entspricht. 3 Lichtblitze werden
alle 15 Sekunden über das Meer gestrahlt. Der Turm wurde
von
1904-6 erbaut,
da existierte auf dem Dach der Wohnstätte des Leuchtturmwärters
bereits ein Anlage aus frühren Zeiten, die
schon 1869 gebaut
wurde.
Zu dieser Zeit beschäftigte man einen Leuchtturmwärter, der die
Arbeit manuell ausführte, aber wie so viele andere Leuchtfeuer wurde
auch dieses durch die heutige Technik automatisiert.
Der Heimatverein von Hanö veranstaltet Führungen auf dem
Leuchtturm.
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DIE LEGENDE VOM
DRACHEN
Es gibt eine alte Sage, nach der ein grosser Drachen jede Nacht zwischen
Hanö und Ternö flog, eine Entfernung von 20 km, die er mit nur zwei
Flügelschlägen zurücklegte. Als aber das erste Leuchtfeuer angezündet
wurde, erblindete der Drachen und stürzte auf die Bergwand neben dem
Leuchtturm. So entstand die Drachenspur. Es heißt auch, daß sich unter
der Drachenspur ein Tunnel in der Bergwand befindet, der direkt in den
Garten der Leuchtturmumgebung führen soll. 300 Meter unterhalb des
Leuchtturmes,
in Richtung Friedhof, findet man einen der alten Leuchtturmbrunnen.
Hier holten die Frauen früher das Wasser, das sie nach oben in die Leuchtturmunterkunft
trugen.
DER ENGLISCHE FRIEDHOF
Während
der Zeit des Napoleonkrieges war Hanö Basis für die Manöver der englischen
Kriegsflotte in der Ostsee. Ein Andenken an diese Zeit ist der englische
Friedhof, der oben auf den Bergfelsen zwischen Leuchtturm und Bönsäcken
liegt. Wieviele Seeleute der Flotte hier begraben liegen weiß man nicht
genau, aber Richard Davis und Clifford Wiliams sind zwei von denen man
weiß, daß sie hier beerdigt sind. Das große Holzkreuz wurde erst 1973
im Zusammenhang mit dem Besuch einer englischen Fregatte auf der Insel
errichtet. Auch heute noch kommen Teile der englischen Flotte nach Hanö
zu Besuch. Dann wird oben auf dem Friedhof ein Gottesdienst abgehalten.
Die Inschrift auf dem Holzkreuz stammt von einem englischen Fahrzeug
und lautet "H.M.S. Plymouth 21 juni 1973"
10
Meter südlich vom Friedhof gibt es auch ein kleines Grab das durch eine
grasbewachsene Steinsetzung gekennzeichnet
ist und wo Karna Mattsdotter mit
ihren zwei Kindern begraben liegt. Sie starben 1834 während einer
Choleraepidemie.
BÖNSÄCKEN
Auf der nördlichen Seite der Insel gibt es eine Geröllzunge, die sich ins Meer
erstreckt. Millionenfache, eiformige durch Wasser geschliffene Steine
bewegen sich ständig und ändern Form und Aussehen, abhängig von Meeresstürmen
und Windrichtungen. Während eines starken Sturmes 1979 wurde die ganze
Zunge fast vernichtet und vom Wasser überflutet, aber das Meer fing
langsam wieder an, die Geröllzunge allmählich aufzubauen.

Es gibt viele Erklärungen, wie Bönsäcken zu seinem Namen gekommen
ist.
Einige meinen, dass der Name ursprünglich eine religiöse Bedeutung hatte
und dass früher hier sogar Gottesdienste abgehalten wurden.
Eine andere Auffassung ist, dass der Name der Landzunge einfach von dem
bohnenähnlichen Aussehen der Steine abgeleitet wurde.
Eine Sage berichtet von einer sehr großen Frau, die vor langer Zeit
auf Hanö gewohnt hat, aber der Einsamkeit hier draussen überdrüssig
wurde.
Um nun an Land nach Lister zu kommen, entschloss sie sich, eine Steinbrücke
über den Sund zu bauen. Sie sammelte große Mengen Steine in ihrer großen
Schürze, verlor aber plötzlich den Halt und alle Steine, die sie gesammelt
hatte, landeten an der Uferkante. Auf diese Weise entstand Bönsäcken.
DIE DAMHIRSCHE
Der Damhirsch, Dama dama, kommt ursprünglich aus Asien. Er kommt in
einer helleren und dunkleren Variante vor. Der Damhirsch wird im Alter
von 1 Jahr geschlechtsreif und kann 16 Jahre alt
werden. Seit 1956
gibt es Damhirsche auf Hanö, damals 5 Exemplare. Die heutige Anzahl
ist nicht genau bekannt, man schätzt, daß es 100-200 Tiere sind.
Im Oktober und November paaren sich die Hirsche. Die Hirschkuh bringt
im Juni oder Juli des folgenden Jahres ein oder manchmal zwei Kälber
zur Welt. Während des Sommers grasen die Hirschkuh und das Kalb
zusammen.
Die Hirsche auf Hanö tragen während des Sommers dazu bei, die Landschaft
der Insel offen zu halten. Während des Winters werden die Tiere
gefüttert.
BÖDEBODEN/ HANÖ MUSEUM
Das
Museum liegt im Hafen. Die Ausstellung bietet Information über die Natur,
Geschichte, Fischerei und Kultur der Insel. Das Museum ist im Sommer
täglich geöffnet. Der
Eintritt ist frei, aber Beiträge sind willkommen. Manchmal stellen die Künstler der Insel
ihre Werke in Museum aus.
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| Zuletzt geändert
2010-07-05
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Lars Åström |